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Anale Freuden 8

von Julie Maison (Autor:in)
2020 70 Seiten

Leseprobe

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Impressum

 

Anale Freuden 8

erotische Erzählungen von

Julie Maison

 

Cover-Foto: Fxquadro@adobe.stock

Cover-Design: Thomas Bedel

 

© 2019 by Roter Mund Verlag eine Marke der ProCon Lang GmbH - All rights reserved

https://rotermundverlag.de/de

ISBN: 978-3-947594-55-9

 

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie für das öffentliche Zugänglichmachen z.B. über das Internet.


Inhalt

 

Titel

Impressum

Inhalt

Caroline

Alexa

El Lobo – Rachels wilder Ritt auf dem Stier.

Adam

Caroline

Mein Name ist Caroline, ich bin ganze 40 Jahre alt und man müsste annehmen, dass ich das meiste schon erlebt habe.
Vielleicht bin ich deswegen auf der Flucht vor meinem Leben. Ich habe einfach meine Sachen gepackt und nun stehe ich hier, mit meinem Rucksack an einer Autobahnauffahrt und warte darauf, dass mich jemand mitnimmt. Meine Mutter würde mich umbringen, wenn sie das sehen könnte. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben trotz des Regens, der nun einsetzt.
Aus der Ferne sehe ich neue Lichter aufleuchten. Sie werden größer, was mich beten lässt, dass diesmal jemand anhält. Mein Daumen schnellt in die Höhe, ebenso wie mein Puls. Das Auto kommt näher und wird langsamer, dann fährt es an mir vorbei und voller Frust stoße ich den angehaltenen Atem aus.
Der Regen hat meine Kleidung durchnässt, die Kälte dringt in meine Knochen und ich zweifle an meiner eigenen Idee.
Bevor ich mein Handy zücken kann, braust ein LKW heran und hupt. Mein Kopf fährt hoch und folgt dem LKW, der ein Stück weiter anhält. Schnell packe ich meine Sachen und renne zu ihm.

Ich öffne die Tür und ein Kerl schaut mir entgegen. Er hätte gut in eine Cowboy Werbung passen können. „Wohin soll es denn gehen?“, fragt er mich und ein Lächeln bildet sich auf seinen Lippen, als er mich betrachtet.
Ich muss wie ein begossener Pudel aussehen. „Ich habe keine Ahnung, Hauptsache hier weg“, antworte ich verlegen.
Vielleicht hätte ich mir vorher mal Gedanken darüber machen sollen, welches Ziel mir als erstes vorschwebt.
Er streckt mir nickend seine Hand entgegen und ich ergreife sie, er zieht mich in den LKW und ich stelle meine Tasche im Fußraum ab. Im Radio läuft Rock, Musikgeschmack hat er jedenfalls.
„Sind Sie auf der Flucht?“ Sein Blick sucht meinen, während er den großen Laster wieder auf die Straße lenkt und die Auffahrt zur Autobahn nimmt.
Wir fahren Richtung München, ich betrachte die Autobahnbeschilderung, ehe ich ihm antworte. „Nein, eigentlich nicht. Nur gelangweilt vom Leben“, antworte ich ihm.
Seine Augenbraue zuckt gleichzeitig mit seinem Mund nach oben. „Wie kann man in Ihrem Alter vom Leben gelangweilt sein?“, fragt er.
„Sehe ich so alt aus?“ Ich lache auf. „Ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte und nun brauche ich etwas Neues.“
Wieder nickt er nur und schaut durch die Windschutzscheibe nach draußen. Die Nacht ist finster, keine Sterne sind zu sehen.
„Und wo führt die Fahrt hin?“ Ich versuche, das Gespräch am Laufen zu halten.
„Nach München, danach zurück nach Italien und von da nach Spanien“, erklärt er mir.
„Wow, das ist wirklich eine Reise“, hauche ich.
„Es liegt an Ihnen, ob es auch Ihre Reise ist.“ Er sagt es so beiläufig, als wäre das Angebot nichts, keine lebensverändernde Entscheidung, als würde es nur um einen Kinobesuch gehen und setzt den Blinker zum Überholen.
Im Funkgerät sind Gespräche zu vernehmen, doch ich verstehe die Sprache nicht, also wende ich meinen Blick dem Fahrer neben mir zu und betrachte ihn. Er ist muskulös und hat ein kantiges Kinn. Seine Wangen ziert ein drei Tage Bart. Mein Blick wandert weiter. Seine Finger sind gepflegt und seine Handgelenke breit. Mehr kann ich im schummrigen Licht der Fahrerkabine nicht erkennen.
„Gefällt Ihnen, was sie sehen oder möchten Sie lieber am nächsten Rastplatz flüchten?“ Er lacht, während sein Blick prüfend über mich fährt.

Das, was er ausstrahlt, hinterlässt eine wohltuende Gänsehaut auf meinem Körper. „Bitte?“, versuche ich mich zu retten. „Ich war wohl in Gedanken versunken.“ Die Lüge hört sich selbst für mich stark nach einer Ausrede an.
„Ich würde ungern alleine weiterfahren, jetzt wo ich eine so nette Begleitung habe“, spricht er weiter.
Zum Glück kann er die Röte die mir seine Worte ins Gesicht treiben, in der Dunkelheit nicht sehen.
„Ich bin Luka“, er schielt herüber, „Und wie heißen Sie?“, fragt er.
„Caroline“, antworte ich schnell, bevor mich meine Gedanken noch weiter gefangen nehmen.
„Schön Caroline, wir fahren ungefähr zwei Stunden durch, dann muss ich Pause machen. Es ist Sonntag und ich darf erst abends weiterfahren“, erklärt er mir sachlich.
So ein Mist, an das Sonntagsfahrverbot habe ich überhaupt nicht gedacht. Ich nicke ihm zu und wende meinen Blick aus dem Fenster.
Luka dreht das Radio lauter und trommelt mit den Fingern auf dem Lenkrad mit. Das Brummen der Maschine lullt mich ein. Mein Kopf sackt nach vorne und ich zucke zusammen.
„Ausgeschlafen? Wir sind gleich da, dann gibts Kaffee.“ Luka lächelt mich an.

Das kann er echt verdammt gut, schießt es mir durch den Kopf. Müde wische ich mir über das Gesicht in der Hoffnung, wach zu werden.
Der LKW rollt auf den Rastplatz und Luka parkt das riesige Teil ein, als wenn es ein Kinderspiel wäre. Mit großen Dingen kann er jedenfalls umgehen. Ich grinse und suche meine Sachen zusammen. Wir steigen aus. Es hat aufgehört, zu regnen, die Luft ist kühl, aber angenehm.
Ich strecke mich und bin mir seiner Blicke mehr als bewusst. Mein altes Ich wäre wahrscheinlich geflüchtet, doch irgendwas in mir sucht die Konfrontation mit diesem Bild von einem Mann. Warum steckt man sowas in einen LKW und nicht auf einen Kalender?
„Wie trinkst du deinen Kaffee?“ Er deutet auf die Kanne mit frischem Kaffee, den er aufgesetzt hat.
„Mit Milch und Zucker bitte“, antworte ich und schlendere zu ihm herüber.
„Es ist kühl geworden“, sagt Luka und reibt seine verschränkten Finger aneinander.
Wem sagt er das? In meinen Leggins und meiner Bluse ist mir dies überdeutlich bewusst. Er betrachtet mich kurz, öffnet die Tür zum Führerhaus und lehnt sich hinein. Dann holt er etwas heraus und hält es mir hin.
„Ist zwar nicht frisch gewaschen aber wärmer und nicht so durchsichtig wie die Bluse“, erklärt er mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht.
Entsetzt schaue ich an mir herab, während ich den Pullover ergreife. Ich stelle fest, dass nicht nur meine Jacke nass geworden ist, sondern auch meine helle Bluse, die nun für Phantasie nicht viel Spielraum lässt. Der Pullover ist mir zu groß, doch für nicht ganz frisch muss ich gestehen, dass mir der Geruch verdammt gut gefällt.
Mit dem Kaffee in der Hand stehen wir neben dem LKW und schauen den vorbeifahrenden Autos zu. Die anderen Fahrer klettern nach und nach aus ihren Kabinen und kommen herüber.
Sie begrüßen sich, nehmen sich Kaffee, stellen Fertigkuchen auf den kleinen Tisch. Es ist eine große Gemeinschaft und die Gespräche sind ein Mix aus vielen Sprachen, eine interessante, unterhaltsame Mischung.
Ich folge den Unterhaltungen und spüre immer wieder Lukas Blicke auf mir. Es ist späte Nacht und die anderen Fahrer begeben sich zum Schlafen in ihre Kabinen.

Autor

  • Julie Maison (Autor:in)

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Titel: Anale Freuden 8