Lade Inhalt...

Lust des Tantra

von Audrey de Corenne (Autor)

2016 80 Seiten

Leseprobe

image.png


Impressum

 

Lust des Tantra

Exotische Extase

erotische Erzählungen von

Audrey de Corenne

 

Cover-Foto: mocker_bat/istockphoto.com

Cover-Design: Thomas Bedel

 

© 2016 by Booksell Verlag eine Marke der ProCon Lang GmbH - All rights reserved

www.booksell-verlag.de

ISBN: 978-3-946346-54-8

 

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie für das öffentliche Zugänglichmachen z.B. über das Internet.


Inhalt

 

Titel

Impressum

Inhalt

Shakti im Lotus

Lingam und Yoni

Sterne der Lust

Tantrischer Knoten?

Shakti im Lotus

 

Amar war ein Gott – das fand zumindest Nina. Die 25-jährige Brünette schmachtete ihn jeden Abend an, wenn sie in der Küche des indischen Restaurants die Spülmaschine füllte, auf Kommando der Köche irgendetwas aus dem Vorratsraum holte oder irgendwo schnell mit Wischmopp und Eimer ein Malheur beseitigte, wenn jemand etwas fallen gelassen hatte.

Nach ihrer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau wurde Nina von der Firma nicht übernommen und war mit ihrem Freund Marvin zusammengezogen, hatte davon geträumt, ein Baby zu bekommen, und dann und wann auch mal nach einem Brautkleid geguckt. Um einen neuen Job hatte sie sich nicht bemüht. Aber nach einiger Zeit war Marvin nach dem eigentlichen Feierabend immer länger in der Autowerkstatt geblieben, und schließlich hatte Nina herausgefunden, dass er etwas mit der Tochter seines Chefs hatte, bei der er dann auch schnell einzog. Und nun stand sie da, musste die Miete alleine zahlen, deshalb schnell Geld verdienen und hatte auf die Schnelle nichts Besseres als die „Küchenmädchen für alles“-Stelle gefunden.

Ihre blauen Augen folgten dem Restaurantbesitzer Amar, der in weißem Hemd, einer orientalisch gemusterten Krawatte und schwarzer Hosen, die seinen Knackpo zur Geltung brachte, durch die Küche ging und nachsah, ob auch alles rund lief. Seine modisch kurz geschnittenen, dichten schwarzen Haare, seine karamellfarbene Haut, seine tiefbraunen Augen … Nina seufzte. Ich bin eindeutig schon zu lange allein, dachte sie sich und kratzte währenddessen eingetrocknete Reste von Reis und Currysoße von den Tellern, bevor sie sie in die Spülmaschine stellte.

Nina war hübsch, aber in ihrer Küchenkluft musste man schon mehrfach hinsehen, um das zu erkennen. Auf 1,74 Meter verteilten sich ihre 62 Kilo sehr vorteilhaft – besonders an Po und Busen. Ihre Figur erinnerte an eine Sanduhr, ihr langes braunes Haar trug sie zu einem Pferdeschwanz gebunden, weil es einfach bequemer war bei dieser mühseligen Arbeit. In ihrer Freizeit fiel es in Wellen um ihr attraktives Gesicht. Ninas Nase war schmal, die strahlenden Augen und ihre hohen Wangenknochen machten sie nahezu perfekt.

Sie trug ein weißes T-Shirt, das sehr dünn war, wodurch sexy ihr BH durchschimmerte. Enge schwarze Jeans betonten Ninas lange Beine und ihren schönen Po. Allerdings sah Amar sie meist zusätzlich mit Gummihandschuhen und einer Schürze, während sie sich über irgendetwas Ekliges beugen musste, und manchmal sogar mit einem Haarnetz, wenn sie länger in der Nähe der Töpfe arbeitete.

„Nina, ins Restaurant, Tisch sieben, wischen!“ Amar winkte ihr und schnell holte sie das Putzzeug. Er hielt ihr die Schwingtür zum Restaurant auf, und

Stimmengewirr und indische Musik schlugen ihr entgegen. Paare und kleine Gruppen saßen bei Kerzenschein an schön gedeckten Tischen, das Essen duftete und Kellner wuselten herum. An Tisch sieben hatte ein Pärchen eine Vorspeisenplatte samt Dips vom Tisch geworfen. Während Nina gebackene Teigtaschen mit Auberginen- und Kokos-Tomaten-Dip vom Boden entfernte, sah sie an einem Tisch am Ende des Raumes Marvin mit seiner neuen Freundin sitzen. Verdammt! Hoffentlich sah er sie nicht, wie sie hier als Putzfrau arbeitete. Mit gesenktem Kopf beeilte sie sich, alles zu säubern, und verschwand schnell wieder in der Küche.

Frustriert und beschämt pfefferte sie das Putzzeug dort in die Ecke. Als sie endlich Pause hatte, bat sie den Koch um die Flasche Kochwein. Lopesh – klein, rundlich, witzig und lieb – lachte.

„Im Dienst trinken, Nina? Na, na, na!“ Schelmisch drohte er ihr mit dem Zeigefinger.

„Mein Ex ist da draußen und frisst sich den Wanst voll, bevor er sich die Werkstatt seines Chefs ervögelt. Und ich darf gleich sein dreckiges Geschirr spülen und das Klo putzen, auf das er geht. Wein ist noch zu wenig, glaub mir.“ Nina griff die Flasche und eine große Tasse und verschwand nach draußen.

Das Restaurant lag an einer belebten Straße, aber direkt nebenan war eine kleine Rasenfläche mit Bänken. Nina setzte sich, goss ihre Tasse voll und leerte sie mit langen Schlucken. Dann atmete sie ein paarmal tief durch.

„Vielleicht brauchst du etwas Stärkeres“, sagte eine melodische Stimme mit attraktivem Akzent. Amar war plötzlich neben ihr aufgetaucht. Sie erschrak, aber er sah sie lächelnd an.

„Keine Sorge, ich kann das gut verstehen. Tut mir leid, dass du dich ärgern musstest.“ Er reichte ihr ein kleines Glas mit indischem Palmbranntwein.

„Hilft gut bei Kummer.“ Die strahlend weißen Zähne in seinem ausdrucksvollen Gesicht leuchteten im Dunkeln.

Er klopfte ihr auf die Schulter.

„Noch drei Stunden, dann hast du Feierabend.“ Dann ging er wieder rein. Ninas Herz klopfte bis zum Hals. Wow, ist er nicht zum Niederknien? Sie trank die Portion Arrak, schüttelte sich, genoss das Brennen in Speiseröhre und Magen und fühlte sich schon nicht mehr ganz so elend.

Amar hatte recht – die drei Stunden ließen sich jetzt auch noch überstehen. Nachdem das Restaurant dann schloss, gingen die meisten Angestellten nach Hause. Aber einige blieben noch, um zu essen und etwas zu trinken – so auch Nina, die noch ein exotisches Linsengericht und indischen Palmwein genoß.

Das Restaurant war wunderschön. Die Decke war beige-gold gemustert, die Wände golden marmoriert. Manche Tische standen in Nischen, deren Decke die Form einer Kuppel hatte. Amar stand hinter der Bar, goss Arrak über Eiswürfel in zwei große Gläser und winkte Lopesh, der als Letzter nach Hause ging. Nun waren Nina und Amar allein.

„Bitte sehr, schöne Frau.“ Er lächelte und stellte eines der beiden Gläser vor ihr ab.

Nina lächelte verlegen und nahm einen Schluck. Ihr wurde heiß, als ihr klar wurde, dass sie allein mit ihm war. Mein Gott, warum ist er so unerhört attraktiv!? Sie versuchte, ihn nicht anzustarren, und stocherte nervös in ihrem Essen.

Amar setzte sich ihr gegenüber.

„Hast du es inzwischen ein bisschen verdaut, dass dein Ex hier war?“

„Ich … äh …“ Nina hustete verlegen, sie hatte sich etwas verschluckt und Amar klopfte ihr auf den Rücken. Sie spürte die Wärme und die Kraft seiner Hände durch ihr Shirt.

„Na ja, ich bin noch ziemlich frustriert. Er macht sich einen schönen Abend, und ich … bin … na ja, ich stehe im Abseits.“ Sie seufzte. „Entschuldige. Eigentlich gehört das ja gar nicht hierher.“

Amar sah ihr tief in die Augen.

„Ich habe doch gefragt. Und ich glaube, du brauchst auch mal wieder eine schöne Zeit.“

Dieses Lächeln. Nina lachte.

„Das ist wohl nicht drin im Moment.“

Amar verschränkte die Hände und lehnte sich mit dem Mund dagegen. Er sah sie nachdenklich an, während

Nina ihr Weinglas leerte und aufstand.

„Ich gehe dann auch mal.“

Amar erhob sich ebenfalls, nahm sie an der Hand und führte sie in Richtung Hintertür des Restaurants. Sie gingen zusammen nach hinten und blieben im Treppenhaus, das zu Amars Wohnung führte, stehen. Dann ging er einfach die Treppe hinauf und zog sie mit sich.

„Was … wo gehen wir hin?“ Nina war so verdattert, dass sie ihm einfach folgte. Amar öffnete die Tür zu seiner Wohnung und bat Nina hinein.

In dem kleinen Eingangsbereich zog er sie fordernd an sich und küsste sie. Mit einem Bein schubste er die Tür ins Schloss, während seine Zunge Ninas Mund erkundete und seine starken Arme ihren Körper hielten. Seine Wärme, seine Zärtlichkeit und seine Stärke rafften alle Bedenken, die Nina vernünftigerweise bis dahin hatte, dahin. Eine Liebelei am Arbeitsplatz … mit ihrem Chef … nein, nichts davon würde sie zulassen – normalerweise. Doch stattdessen wurde sie weich in seinen Armen, schmiegte sich an ihn und erwiderte den Kuss mit großer Leidenschaft.

Als sie sich voneinander lösten, seufzte sie und er raunte in ihr Ohr: „Das wollte ich schon so lange tun. Ich muss immer an dich denken, und wenn du da bist, muss ich dich immer ansehen.“ Seine Hände schoben ihr Shirt hoch und massierten sanft ihren Rücken, glitten dann unter den Bund ihrer Hose und strichen über die Ansätze ihrer Pobacken. Wie ein Stromstoß fuhr pures Verlangen durch Ninas Unterleib.

„Ich hätte nie gedacht, dass du mich überhaupt siehst. Ich kann es gar nicht glauben.“ Selig fuhr sie mit ihren Fingern durch sein Haar. Dann richtete sie sich auf.

„Ich rieche nach Küche und sehe bestimmt furchtbar aus.“ Amar lachte, legte seinen Zeigefinger auf ihren Mund und sagte: „Sch-sch-sch … ganz ruhig. Ich habe gemerkt, wie müde und fertig du bist, und ich glaube, dass ich dir helfen kann.“ Er ließ sie los und führte sie in den angrenzenden Flur und dann in einen Raum, der Nina den Atem verschlug. Das Restaurant lag im Erdgeschoss eines Altbaus, und die Räume hier oben hatten die typisch hohen Wände solcher Gebäude. Außerdem war dieses Zimmer so geformt wie der Thekenbereich des Restaurants unter ihnen – halb rund. Es gab kaum Möbel, bis auf ein Regal mit verschiedenen Gegenständen und eine Matratze, die auf dem blanken Boden lag, aber dick war und dazu mit einem dunkelroten Stoff bezogen und bestimmt zwei Meter breit und lang. Unter der Matratze lag ein beigefarbener Teppich, die Wände waren schlicht und in der gleichen Farbe gestrichen. Es duftete herrlich, und eine kleine Lampe gab ein heimeliges, warmes Licht ab. Vor den Fenstern hingen Bambusrollos.

„Hast du schon mal was von Tantra gehört?“ Amar lächelte Nina an, während sie sich erstaunt umsah und den Duft einsog.

„Ja … das ist doch“, sie zwinkerte, „eine Anleitung zum Sex? Wie das Kamasutra?“

Amar schmunzelte.

„Nun ja, ich will dir nichts vormachen. Ich will ganz sicher auf Sex hinaus.“ Er küsste ihren Hals und seine Finger glitten wieder unter ihr Shirt, wanderten zu Ninas Brüsten. Er knabberte an ihrem Ohrläppchen und erklärte weiter:

„Tantra ist eine Lehre, eine Philosophie. Manche sehen es als Religion. Tantra feiert die Sinnlichkeit und die Erotik, das ist schon wahr. Es führt dazu, dass du dich mit dir selbst und deiner Sexualität in Einklang befindest. Der Sex ist gar nicht mal immer das Ziel des tantrischen Zusammenseins. Wobei, wie gesagt“, er zog Ninas Shirt aus und öffnete ihre Jeans, „ich bin ehrlich: Mein Ziel ist das ganz sicher. Und da kommt dann das Kamasutra ins Spiel. Wenn du dich erst mal wohlfühlst, dann probieren wir das durch, wenn du willst.“ Nina lachte.

„Oh je, das ist doch ziemlich umfangreich, wenn ich richtig informiert bin. Da werden wir aber heute nicht mehr fertig.“

„Wir haben Zeit, Nina … ich gedenke nicht, nur ein Mal mit dir hier oben zu sein.“ Er hatte ihr die Jeans abgestreift und sie stieg aus den Hosenbeinen, kickte das Kleidungsstück anschließend zur Seite und begann, auch Amar auszuziehen. Er war unter seinem schicken Anzug so braun und muskulös, wie sie es sich erträumt hatte. Langsam strich sie über seine Brust, schob ihre Hände unter den Bund seines Slips und umfasste seinen knackigen Po, während sie sich an ihn presste. Sie spürte seinen Schwanz hart werden, doch da schob er sie mit einem bedauernden Stöhnen von sich.

Autor

  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.

    Audrey de Corenne (Autor)

Zurück

Titel: Lust des Tantra